Digitaler Müll im Büro

Das Internet wächst jedes Jahr immer weiter und so auch der CO2-Ausstoß. Wie können wir diesen im Büro so gering halten wie möglich? Und welche Möglichkeiten bieten sich mit der weiteren Digitalisierung? 

Das Internet in Zahlen

In 2021 gab es nach Schätzungen 4,9 Milliarden Internetnutzer weltweit, davon allein 2,79 Nutzer in Asien. Dabei wurden 38 Exabyte an Daten ausgetauscht, das entspricht einer Speicherkapazität von mehr als 300 Millionen Smartphones mit jeweils 128 GB Speicherplatz.
Allein in 2012 hat das Internet 4,6 % des weltweiten Stromverbrauchs ausgemacht, damit stand das Internet auf Platz sechs im internationalen Ländervergleich. Das dürfte sich bis heute sehr erhöht heben.
Laut einer Umfrage im Januar 2021 gehen durchschnittlich 26 Mail täglich in jedem beruflichen Postfach in Deutschland ein. (Quellen 1-4)

Die Digitalisierung als Klimaretter?

An den richtigen Stellen kann die Digitalisierung viele Positive Veränderungen bringen. Ein papierloses Büro kann eine Menge CO2 sparen. Indem keine Bäume gefällt werden, kein Wasser verbraucht wird und keine Chemikalien im Gebrauch sind, wie es in der Papierherstellung üblich ist.
Die digitalen Prozesse können bei der Optimierung von Produkten, Herstellungsprozessen und Lieferwegen unterstützen.
Die Abwärme der Server kann auf verschiedene Arten weiter verwendet werden. (Quelle 5)

Wie können das Unternehmen umsetzen?

Verträge können inzwischen digital signiert und verwaltet werden. Die Daten müssen immer in der kleinstmöglichen Größe abgespeichert werden und nur so viele Kopien für Backups wie nötig erstellt werden. Für einen guten Überblick hilft eine gute Organisation, in der regelmäßig ausgemistet wird. Für Backups ist es am nachhaltigsten, diese auf externe Speicherplatten zu machen, die nicht dauerhaft am Strom sind. So spart man eine Menge Strom im Vergleich zu Cloud oder externe Speicher, die durchgehend am Strom sind.
Ein weiterer großer Punkt ist die Firmenwebsite. Halte die Website-Größe so gering wie möglich. Nutze so wenig Bilder wie nötig und komprimiere sie vor dem Upload (kann man kostenlos bei TinyPNG machen). Nutze bei deinen Cloud-Anbieter und Website-Host einen nachhaltigen Anbieter in Deutschland. Viele erzeugen inzwischen ihren eigenen Öko-Strom über Photovoltaik oder Ähnliches.
Nutze eine nachhaltige Suchmaschine. (Quelle 5)

Du hast weitere Ideen oder Anregungen zu mehr Nachhaltigkeit beim der digitalen Arbeit? Dann schreib uns einfach einen Kommentar. Wir freuen uns auf deine Nachricht.

Quellenangaben

Quelle 1: https://de.statista.com/themen/42/internet/#topicOverview
Quelle 2: https://www.deutschlandfunknova.de/nachrichten/internet-datenverkehr-2021-so-hoch-wie-nie
Quelle 3: https://www.quarks.de/technik/energie/so-viel-energie-verbraucht-das-internet/
Quelle 4: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Durchschnittlich-26-berufliche-E-Mails
Quelle 5: https://www.umweltwirtschaft.com/news/abfallwirtschaft-und-recycling/Digitalisierung-und-Klimaschutz-Die-unterschaetzte-Twin-Transformation-28371 

Stand Februar 2023

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